Fledermäuse

in Essing im Naturpark Altmühltal



Kleine Hufeisennase (Rhinolophus hipposideros)

Auffällige Merkmale: Kleinste europäische Hufeisennase. Zierlich gebaut. Mittelkiel des Nasenaufsatzes von unten nach oben zugespitzt (Aufsicht), von der Seite gesehen niedriger, abgerundeter Oberfortsatz. Haarbasis hellgrau, Oberseite bräunlichrauchfarben ohne rötlichen Farbton, Unterseite grau bis grauweiß, Fell weich, locker; Jungtiere dunkelgrau.
Fortpflanzung: Tragezeit etwa 75 Tage, 1 bis 2 Junge, Geburtsgewicht ca. 1,8 g
Lebensablauf: Entwöhnung mit etwa 6-7 Wochen, Geschlechtsreife mit etwa 1-2 Jahren, Lebensdauer Höchstalter 21 Jahre, durchschnittlich 3-4 Jahre.
Nahrung: Kleine Insekten (Nachtschmetterlinge, Mücken, Schnaken, Käfer), auch Spinnen.
Lebensweise
     Lebensraum:
Gesellig, stets einzeln hängend. Kurze Wanderungen zwischen Sommer- und Winterquartier. Kleine Hufeisennase in Essing im Naturpark Altmühltal Wärmebegünstigte Gebiete im Gebirgsvorland und Mittelgebirge, teilweise bewaldetes Gelände, Karstgebiete. Im Norden Haus-, im Süden Höhlenfledermaus! Im Norden Sommerquartiere (Wochenstuben) auf warmen Dachböden, oft in Schornsteinnähe, in Kanälen und Schächten von Heizungskellern; relativ geringe Ansprüche an das Raumvolumen; Quartiere müssen zugluftfrei, können aber hell sein; die Dachböden sind entweder stark genischt oder bestehen aus mehreren Räumen; derartige ,"Raumkomplexe" weisen deutliche mikroklimatische Unterschiede auf die abhängig von Witterung und Außentemperatur genutzt werden; Ausflug häufig durch Fenster. Im Süden in Höhlen, Stollen. Winterquartiere in Höhlen, Stollen, Kellern, Temperatur 6-9 °C, hohe Luftfeuchtigkeit, hängen im Winterquartier immer frei und auf Distanz zum Nachbarn, in den Quartieren sehr störempfindlich. Jagt in lichten Wäldern, Parks, in Strauchregion, Flughöhe niedrig, bis 5 m. Schwirrender Flug, kann auch Beute vom Substrat aufnehmen.
Häufigkeit/Gefährdung:  Seit Mitte der fünfziger Jahre sehr starker Rückgang in Mitteleuropa, zahlreiche Populationen bereits ausgestorben. Gefährdet vor allem durch Habitatverluste und -veränderungen, Störung bzw. Vernichtung von Quartieren, Insektizideinsatz. Im Norden Rückgang evtl. auch durch Klimaveränderung (-verschlechterung).
Schutz: Gezielter Schutz von Sommer- und Winterquartieren (Erhaltung und Verbesserung der Quartiersituation). Schutz, Pflege und Entwicklung von Jagdhabitaten.

Kleine Hufeisennase im Essing im Naturpark Altmühltal