Höhlenkundlicher Weg

in Dietfurt / Mühlbach im Naturpark Altmühltal



Ein Tal, das in den Boden mündet

Die vor uns liegende Doline ist ein deutlicher Hinweis auf die Verkarstung im Untergrund. Während "Dolina" im Slowenischen "Tal" oder "Talung" bedeutet, bezeichnet man heute damit weltweit kleinere Senken und Trichter in Doline am Wanderweg bei Dietfurt im Altmühltal Karstgebieten, die keinen oberirdischen Abfluss haben. Solche Dolinen können verschiedne Entstehungsursachen haben: "Einsturzdolinen" bilden sich durch Verbruchereignisse in darunter liegenden Höhlen, während die wesentlich häufigeren "Lösungsdolinen" durch korrosive Vorgänge (chemische Lösung) entstehen. "Ponordolinen" sind Schlucklöcher, über die die auf der Hochfläche anfallenden Wässer in den felsigen Untergrund gelangen.


Etwa 100 m unter uns verläuft der Ostgang der Mühlbachquellhöhle. Den bisherigen Abschluss des Ostganges bildet eine Folge von längeren "Siphons" (vollkommen unter Wasser liegenden Gangstrecken), die sich mit kurzen
Mühlbachquellhöhle bei Dietfurt im Altmühltal Überwasserpassagen abwechseln. In diesem Bereich, der ausschließlich von erfahrenen und gut ausgerüsteten Höhlentauchern aufgesucht werden kann, sind noch sehr weit unter das Hochplateau führende Fortsetzungen zu erwarten.