Landwirtschaftlicher Lehrpfad
in Gunzenhausen / Unterhambach im neuen Fränkischen Seenland


3 x 3 = 11
... zumindest in Schweineställen wird so gerechnet. Haben unsere Bauern in der Schule nicht aufgepaßt? Weit gefehlt! Des Rätsels Lösung: Nach dem ringelschwänzigen Rendezvous von Sau und Eber stellt sich nach 3 Monaten, 3 Wochen und 3 Tagen Nachwuchs ein. Und da eine Sau durchschnittlich 11 Ferkel wirft, ist 3 mal 3 = 11! Bestimmt hätte Adam Riese ein Einsehen mit dieser speziellen Schweine-Mathematik.
Schon kurz nach der Geburt sind die Ferkel äußerst fidel. Sobald die Sau liegt, suchen sie sich eine Zitze. Vorher müssen sie aber aufpassen: Sie sind ja noch winzig klein und ihre Mutter ist riesig groß. Damit diese ihren Nachwuchs nicht erdrückt, wird ihre Bewegungsfreiheit in der Säugezeit etwas eingeschränkt. Die Ferkel leben so weniger gefährlich. Auch sonst geht es ihnen schweinemäßig gut: Bei Temperaturen bis 30 °C ist es mollig warm, genau richtig für ein kleines Nickerchen.     Lehrpfad in Gunzenhausen im neuen fränkischen Seenland
Mutter Sau bleibt vier Wochen mit der quirligen Schar zusammen. Dann wird es ihr zu bunt: "Die fressen einem noch die Haare vom Kopf!" Deshalb kümmert sich nun der Bauer um die Ferkel. Die Sau trifft indes wieder auf den Eber. So gibt es in jedem Jahr zweimal Nachwuchs.