| Gunzenhausen (Museum, Limes, Kastell) |
Wo heute die Kirche steht, war einst das Stabsgebäude eines kleinen Kastells für "numeri", die schnelle Eingreiftruppe am Limes, dessen Mauerreste am Hinteren Schloßbuck zu entdecken sind. Im Burgstall-Wald finden sich Überreste des Limes und die deutlich sichtbaren Grundmauern eines Wachturmes. Der Bismark-Turm gleich nebenan ist zum teil aus Steinen aus dem Limes gemauert worden. Ein weitere rekonstruierter Wachturm steht am nahen Hang des Vorderen Schloßbucks. Über die Grabungsfunde aus der Gegend gibt das Vor- und Frühgeschichtliche Museum Auskunft. |
| Theilenhofen (Therme) |
Kastellbad nach Ausgrabungen Mauern der jüngsten Bauphase konserviert. Kastell durch Feldwege und Baumbepflanzungen markiert. |
| Ellingen (Kastell) |
Das Numerus Kastell nordöstlich des Ortes war ein kleiner Standort römischer Truppen. Der Westturm und die Nordmauer sind teilweise rekonstruiert und zur Besichtigung freigegeben. Über Geschichte und Schicksal des Castellum Sablonetum, wie es in einer Bauinschrift genannt wurde, informieren Hinweistafeln. |
| Höttingen |
| Nennslingen |
| Burgsalach (Wachturm, Kleinkastell) |
Vom Wanderparkplatz am südlichen Ortsende führen zwei ausgeschilderte Rundwanderwege, die ein Stück weit den Limes entlang und auf einer alten Römerstraße verlaufen. Ein hölzerner Wachturm wurde hier so nachgebaut, wie er einst ausgesehen haben soll. Etwas weiter entdeckt man die Reste eines steinernen Wachturmes und der Limesmauer. Vom Wanderparkplatz aus kann man auch zum "Burgus" spazieren, ein Kleinkastell, dessen Anlage und Ausbau an nordafrikanische Vorbilder erinnert und in Germanien keine Entsprechung findet. Vielleicht war hier gar keine Zenturie stationiert; auch eine Kasernenanlage der "beneficiarii", der römischen Straßenwacht, ist hier denkbar. |
| Weißenburg (Museum, Kastell, Therme) |
Götterfiguren, Votivgaben, Schmuck und alle möglichen Gebrauchsgegenstände, kurz der berühmte Römerschatz von Weißenburg, bilden den Kern des Römermuseums, das natürlich auch all die anderen Funde aus den umfangreichen Ausgrabungen im Stadtgebiet und der nahen Umgebung birgt. Denn in Weißenburg war nicht nur ein bedeutendes Kastell, in seinem Schatten hatte sich auch eine große Zivilsiedlung entwickelt. Einer der wichtigsten Gebäudekomplexe in dieser Siedlung war die große Therme. Sie war ganz in der Nähe des Kastells Biricina errichtet worden und gilt heute als eine der größten ausgegrabenen und konservierten römischen Badeanlagen in Süddeutschland. Vom Steinkastell Biriciana mit annähernd quadratischem Grundriß, das Mitte des 2. Jahrhunderts errichtet worden war und als Stammtruppe ein etwa 500 Mann starkes Reiterregiment (Ala I hispanorium Auriana) beherbergte, wurden das nördliche Lagertor und ein Teil der Nordmauer rekonstruiert. |
| Treuchtlingen (Villa Rustica) |
Neben vielen sehenswerten Funden zeigt die archäologische Abteilung des Volkskundemuseums ein Model eines römischen Gutshofes, der nordöstlich der Stadt am Südhang des Nagelberges ausgegraben wurde. Das Wohngebäude der Villa Rustica beim Weinberghof ist in seinen Grundmauern restauriert worden. |
| Gunzenhausen |