Spießente (Anas acuta) (nach der Roten Liste als "potentiell gefährdet" eingestuft)
am Altmühlsee bei Gunzenhausen im neuen Fränkischen Seenland
Mit ihrem langen Hals gründeln die Spießenten nach Wasserpflanzen und verschiedenen Kleintieren des Bodenschlammes - vorwiegend in der Abenddämmerung und nachts, während sie am Tage ruhen. Dabei bevorzugen sie offene Flachgewässer. Sie brüten in nassen Wiesen und auch an sumpfigen und unbewaldeten Flußufern des Tieflandes. Aus den nordöstlichen Brutgebieten kommen im Herbst große Scharen nach Mittel- und Westeuropa um an Flußmündungen oder auf Küstenlagunen zu überwintern. Im Prachtkleid sind die Männchen leicht an ihren verlängerten Schwanzspießen und am braunen Kopf mit dem sich zum Hinterkopf hochziehenden weißen Streifen zu erkennen. Weibchen sind blasser und grauer als andere Gründelenten und fallen durch den längeren, spitzen Schwanz und ihren langen Hals auf. Am charakteristischen Flugbild und dem weiß gerandeten, braunen Spiegel sind Spießenten leicht zu erkennen. In Mitteleuropa sind sie als Brutvögel selten.
Steckbrief:
- 51-66 cm
- schlank und elegant
- langer, schlanker Hals
- Männchen: brauner Kopf mit weißem Seitenstreif, langer, spitzer Schwanz
- Weibchen: Beine grau, langer Hals
- Männchen: pfeifendes "prüüp, prüüp"; Weibchen: abfallendes Quaken